Remise

Bestand
Mitten in einem typischen Berliner Hinterhof, umgeben von gründerzeitlichen Wohnhäusern, wurde ein ehemaliges Remisengebäude aus dem 19. Jahrhundert zu neuem Wohnraum transformiert. Ursprünglich als voll unterkellertes Stallgebäude für die Viehhaltung errichtet, diente es später als Werkstatt für Karosseriearbeiten — bis es nach jahrzehntelangem Leerstand stark beschädigt und vom Verfall gezeichnet war.


Wohnen
Die bestehende Bausubstanz wurde entkernt, trockengelegt und konstruktiv ertüchtigt. Die historische Gewölbedecke sowie die prägende Ziegelfassade konnten erhalten und sorgfältig aufgearbeitet werden. Der Charakter des Gebäudes bleibt dadurch ablesbar und verbindet die Geschichte des Ortes mit einer neuen Nutzung. Seit Frühjahr 2021 ist die Remise wieder bewohnbar.

Nachhaltigkeit
Statt Abriss stand die Weiterverwendung der vorhandenen Struktur im Mittelpunkt — als ressourcenschonende Form des Bauens und bewusster Umgang mit grauer Energie. Das Projekt zeigt, wie durch Erhalt und Transformation bestehender Bausubstanz zeitgemäßer Wohnraum mit hoher räumlicher Qualität im urbanen Bestand entstehen kann.






